Was steht im Compliance-Vertrag?

Viele Unternehmen sind dazu übergegangen, Haftungs­klauseln in ihren Verträgen mit Lieferanten und Dienstleistern aufzunehmen und sich Kontrollrechte einräumen zu lassen. Nahezu jedes dritte Unternehmen sieht in seinen Verträgen regelmäßig eine Verpflichtungserklärung sowie eine Haftungsklausel im Falle von Compliance-Verstößen vor, ein knappes Viertel im Falle von erhöhten Risiken. Jedes vierte Unter­nehmen lässt sich in der Regel ein Recht auf anlassbezogene Prüfungen zusichern (sog. Audit Clause).

Nicht wenige Verträge formulieren konkrete Anforderungen an die Ausgestaltung des CMS ihres Vertragspartners. 15 % der Unternehmen verlangen in der Regel Nachweise über geeignete Compliance-Richtlinien und -Schulungen. Ein Hinweisgeber­system verlangen die meisten Unternehmen hingegen nicht (78 %). Allerdings finden sich in Verträgen mit Lieferanten und Dienst­leistern zunehmend Regelungen zur Zertifizierung des CMS. 16 % lassen sich dies regelmäßig vertraglich zusichern und 10 % im Falle erhöhter Risiken.

Großunternehmen mit mehr als 4.999 bzw. mehr als 10.000 Mit­arbeitern üben nicht nur Druck hinsichtlich des Aufbaus eines CMS ihres Geschäftspartners aus, sondern ihre Verträge enthalten häufiger eine allgemeine Verpflichtungserklärung (46 % bzw. 51 %) und eine Haftungsklausel (44 % bzw. 43 %). Außerdem sehen die Verträge bei etwa jedem vierten Großunternehmen eine Klausel zur Zertifizierung des CMS ihres Vertragspartners vor (23 % bzw. 26 %).

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