Nur noch schnell die Welt verbessern

Veränderungen zum Besseren kommen heute nur noch zustande, wenn viele Gleichgesinnte an einem Strang ziehen. In einer zunehmend komplexen Welt trägt PwC seinen Teil dazu bei, komplizierte Systeme zu funktionalisieren, anzupassen und weiterzuentwickeln, damit sie den Gemeinschaften und der Gesellschaft zugute kommen können – seien es Kapitalmärkte, Steuersysteme oder Wirtschaftssysteme. Das Ziel dahinter ist stets: Vertrauen in die Gesellschaft aufzubauen und wichtige Probleme zu lösen. Mit anderen Worten: Nur mal schnell die Welt verbessern – aber eben nicht im Alleingang. In diesem Sinne hat sich PwC in diesem Jahr insbesondere beim T20 Summit in Berlin, einem der Vorgipfel des G20-Gipfeltreffens der Staats-Chefs der führenden Nationen der Welt engagiert.

PwC Global Chairman Bob Moritz und Europachef Norbert Winkeljohann haben sich den Fragen zu diesem Engagement beim T20 Gipfel, aber auch zur Verantwortung des Unternehmens bei der Entwicklung eines erneuerten weltweiten Steuersystems gestellt.

2017 fand in Hamburg der G20-Gipfel statt. Im Vorfeld gab es eine Reihe von Veranstaltungen, auch den Think 20–Summit. PwC war einer der Hauptsponsoren – was steckt dahinter?

PwC hat sich auf dem T20 Summit mit einem Narrativ unter dem Titel „Die Neuausrichtung von Wirtschaft, Unternehmen und Gesellschaft“ eingebracht – worum geht es dabei?
Bob Moritz:
 Globalisierung und technologische Entwicklungen haben der Gesellschaft in den vergangenen Dekaden sehr gut getan. Zahlreiche Länder sind wirtschaftlich stark gewachsen, und große Teile der unteren Mittelschicht konnten ihre Einkommen verbessern. Aber heute erwarten die Stakeholder, die Bürger der Welt, mehr als das. Denn gleichzeitig vergrößert sich auch die Schere zwischen den Gewinnern und den Verlierern dieser Entwicklung. Genau deshalb wollen wir deutlich machen, dass die Verantwortlichen in Unternehmen, Politik und Verwaltungen sich mit diesem Punkt, der wachsenden Disbalance, auseinandersetzen müssen. Wir brauchen eine anspruchsvolle Diskussion darüber, was in der Vergangenheit geschehen ist, und was in Zukunft besser laufen sollte und warum. Das erfordert einen ganzheitlichen Ansatz, als sich nur mit wirtschaftlichen Entwicklungen zu befassen. Diese Diskussion wollen wir in Gang bringen und begleiten.

In einer PwC-Studie zur Zukunft der Arbeit gaben 37 Prozent der Befragten an, sie hätten Angst, dass durch Automatisierung Jobs verloren gehen, 74 Prozent sagten, sie seien bereit, sich weiterzubilden oder umzuschulen, was denkt ihr über diese Zahlen, überraschen sie Euch?
Bob Moritz: Mich überrascht das keineswegs. Mit wem auch immer wir auf unseren Reisen sprechen – Studenten, Arbeitnehmer oder Regierungsmitglieder – alle machen sich Gedanken über die Auswirkungen von Digitalisierung und neuen Technologien. Es verschwinden Jobs, und welche Fähigkeiten künftig erforderlich sein werden, ist ungewiss. Genau das verursacht ein hohes Maß an Ängsten. Das Thema Vertrauen in Wirtschaft und Politik rückt damit extrem in den Vordergrund. Und eine Antwort auf die Frage: Wie gehen die Verantwortlichen mit dem Thema um? Die gute Nachricht lautet: Ein Großteil der Beschäftigten hat auch das Gefühl, dass ihre Arbeitgeber sie beim Erwerben künftig geforderter Fähigkeiten unterstützen. Trotzdem liegt es in der Verantwortung von Unternehmen und Politik gleichzeitig, gemeinsam dazu beizutragen, die Menschen mit den benötigten Kenntnissen und Fähigkeiten auszustatten. 

Norbert Winkeljohann:

PwC hat auch drei Policy Briefs in den T20 Prozess eingebracht. Was ist deren Intention?
Norbert Winkeljohann: Die aktuelle Geschwindigkeit der Veränderungen durch Digitalisierung und neue Technologien wie künstliche Intelligenz führt zu einer zunehmenden Verunsicherung. Einer der Kernaspekte in dieser Entwicklung ist das Thema Vertrauen. Und wir als PwC stehen für Vertrauen. Wir können dazu beitragen, das erforderliche Maß an Vertrauen in Unternehmen, Institutionen, Regierungen und Steuersysteme herzustellen. Das kann nur auf den Weg gebracht werden, durch eine neue Form der Zusammenarbeit. Gemeinsam wollen wir einen klaren Blick dafür entwickeln, welche Veränderungen durch Digitalisierung und neue Technologien auf uns zu kommen, was das für die Gesellschaft bedeutet und wie wir damit umgehen müssen, um die angesprochene Unsicherheit abzubauen.

Genau dasThema Vertrauen – auch im Kontext mit einem unserer Kerngeschäftsbereiche, der Steuerberatung –wurde beim T20 Summit, aber auch beim G20-Gipfel intensiv diskutiert.

Inwiefern kann die 4. Industrielle Revolution zu mehr Nachhaltigkeit beitragen?

PwC möchte sich verstärkt an gesellschaftlichen Diskussionen wie diesen beteiligen – was dürfen wir in Zukunft erwarten?

Über Bob Moritz

Robert E. Moritz ist seit Juli 2016 Global Chairman des PwC International Network. Zuvor verantwortete der Wirtschaftsprüfer als Chairman und Senior Partner das Geschäft von PwC in den USA.

Über Norbert Winkeljohann

Professor Dr. Norbert Winkeljohann ist seit Juli 2010 Sprecher der Geschäftsführung von PwC in Deutschland und seit 2011 Chairman von PwC Europe.

Bildnachweis: Markus Schieder / Alamy Stock Photo(2), PwC(7)

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