Gemeinsam sind wir stärker

Welcher technische und finanzielle Aufwand ist notwendig, um die eigene Produktion digital zu vernetzen? Wie profitieren Lieferanten und Kunden davon, und welche neuen Einnahmequellen erschließen sich über das Internet der Dinge? Diese Fragen stellt sich jedes Unternehmen, das die Digitalisierung angeht. Während die großen Konzerne dafür ganze Abteilungen an Internetspezialisten aufbauen und auf Vorstandsebene eigene Chief Digital Officers engagieren, sind bei mittelständischen Firmen die Berührungsängste deutlich größer.

Branchenplattformen bieten hier die Möglichkeit, über den Austausch von Know-how digitale Geschäftsmodelle zu implementieren. Die im September 2017 gegründete Plattform Adamos sieht sich als „Cloud-Plattform vom Mittelstand für den Mittelstand“. Konkret: für Firmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau. Zentrale Anlaufstelle für sämtliche Aktivitäten auf der Plattform ist die in Darmstadt ansässige Adamos GmbH. Was als Gemeinschaftsprojekt von Software AG, Zeiss, DMG und Dürr begann, umfasst mittlerweile elf Partnerfirmen. Dazu kommt ein Netzwerk aus mehr als 300 Partnern, die als Datenspezialisten, Strategieberater oder Experten für die Implementierung herangezogen werden.

300

Partner gehören mittlerweile zum Netzwerk.

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Adamos ist eine offene und skalierbare Plattform und steht als Cloudlösung oder über lokale stationäre Server zur Verfügung. Die Benutzerfirmen beziehen unabhängig einsetzbare Module. Dafür entrichten sie monatliche Gebühren, die sich nach dem Volumen der Datenspeicher richten. Daraus können neue digitale Geschäftsfelder entstehen, zum Beispiel die Fernwartung von Maschinen über die Cloud durch vorausschauende Datenanalyse, indem Sensoren den aktuellen Verschleißzustand ermitteln. Datenspeicher wiederum bilden die Basis für Big-Data-Analysen oder das Trainieren von maschinellem Lernen. Mit der Software AG garantiert eine renommierte Branchengröße die Sicherheit und Stabilität bei Back-End-Services.

„Im ersten Schritt profitieren die einzelnen Firmen von der Expertise und den Aktivitäten des Netzwerks, wenn es etwa darum geht, die Vorarbeit für eine eigene Cloudstruktur zu leisten“, erklärt Marco Link, Geschäftsführer von Adamos. „Der Erfahrungsaustausch mit anderen Maschinenbauern, die diesen Schritt bereits gegangen sind, ist hier enorm wichtig. Das gilt auch bei anderen Punkten, zum Beispiel wie die Endkunden damit welche Vorteile bekommen oder wie sich gemeinsam Mehrwert schaffen lässt, wenn der Endkunde mehrere Maschinen von unterschiedlichen Herstellern besitzt.“

Das aktuelle Partnermodell bietet kleinen und mittleren Firmen die Möglichkeit, als Nicht-Anteilseigner Teil des Partnernetzwerks zu werden. Eingebunden werden sie über Konferenzen und Events. Dazu stehen die Gremien der Gründungsväter im engen Austausch zu Inhalten. Noch kein Thema sind datengetriebene Services, wie sie andere Plattformen anbieten. „Hierzu fehlen aktuell die Standards und die Akzeptanz beim Endkunden. Und abstrakte Datensammlungen stehen nicht in unserem Fokus“, erklärt Adamos-Chef Link diese Haltung.

Bildnachweis: © Adamos

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