Interview

„Den Einzelkämpfer gibt es nicht mehr“

Welche Rolle spielen die Mitarbeiter in der Smart Factory von Fujitsu?
Der Mitarbeiter steht auch in der Smart Factory im Mittelpunkt, denn ohne ihn wird sie nicht funktionieren. Der Mitarbeiter wird die Anforderungen an seine Arbeitsabläufe erkennen und beschreiben und daher integraler Bestandteil sein – in Zukunft mehr noch als heute. Zum Beispiel kann auf besondere Bedürfnisse oder Fähigkeiten des Mitarbeiters eingegangen werden. Zudem sind gut qualifizierte Mitarbeiter notwendig, um hohe Variantenvielfalt der Produkte in immer kleiner werdenden Losgrößen in kurzen Lebenszyklen wirtschaftlich zu produzieren.

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Was waren die wesentlichen Aktivitäten beim Kulturwandel von der herkömmlichen zur digitalen Fabrik?
Um wirklich „smart“ zu werden, muss sich Kultur ändern. Neue Dinge umzusetzen und zuzulassen erfordert, die Mitarbeiter in einem frühen Stadium mitzunehmen. Das bedeutet insbesondere, zuzuhören, was deren Mitteilungen sind, und gemeinsame Lösungen zu implementieren.
Und das im Sinne einer wirklichen Verbesserung – nicht der Technologie wegen, sondern zur Verbesserung der Arbeitsumgebung des Mitarbeiters.

Wie werden die Mitarbeiter bei Fujitsu auf die digitalen Technologien angelernt und weitergebildet?
Die Methode der Weiterbildung wurde sehr stark ausgebaut – sowohl was das vertikale als auch was das horizontale Wissen betrifft, also Spezialwissen einerseits und Wissenstransfer andererseits. Den Einzelkämpfer gibt es bei uns nicht mehr. Wissen übergreifend einzusetzen, im Team, das ist die Grundlage der Smart Factory. Dieses Übergeben von Informationen muss trainiert werden und ist ein wesentlicher Bestandteil der Weiterbildungskultur bei Fujitsu. Diese Weiterbildungsaktivitäten bedingen auch den Einsatz neuer Technologien wie Webinare zur Selbstschulung sowie Konferenzschaltungen in Wort und Bild zur Wissensvertiefung und -verteilung.

Bildnachweis: Sebastian Widmann/ddp(4), Oliver Lang/ddp(4), Bob Stefko/GettyImages, Erik von Weber/GettyImages

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