Heureka!

Doppelhelix

Führende Wissenschaftler wetteiferten um 1950 darum, die Struktur des menschlichen Erbguts zu entschlüsseln – aber es waren zwei „wissenschaftliche Clowns“ (so der Chemiker Erwin Chargaff), die die Doppelhelix-Struktur der DNA erkannten: Francis Crick und James Watson. Man zeigte ihnen DNA-Röntgenaufnahmen der Biochemikerin Rosalind Franklin, und sie sahen auf den ersten Blick, was kein anderer Betrachter gesehen hatte: die darin verborgene Struktur.

Dynamit

Es soll nasser Sand im Schuh gewesen sein, der Alfred Nobel die Eingebung brachte, mit der er das größte Problem jedes Sprengstoff-Fabrikanten löste: die hohe Explosivität seiner Produkte. Denn der Sand, den er bei einer missglückten Bootslandung in den Schuh bekam, sog die gesamte Flüssigkeit auf – genau so etwas brauchte Nobel, um das leicht entzündliche Nitroglyzerin transportfähig zu machen. Aus Sand wurde Kieselgur und daraus der Weltbestseller Dynamit.

Benzol-Formel

Dass es so etwas wie Benzol gibt, wusste man seit dem 17. Jahrhundert. Seinen Namen bekam dieser Kohlenwasserstoff im Jahr 1845 – aber noch einmal 20 Jahre dauerte es danach, bis ein Traum zeigte, wie Benzol aussieht. Denn 1865 träumte der deutsche Chemiker August Kekulé von einer Schlange, die sich in den Schwanz beißt; und beim Aufwachen wusste er, dass Benzol eine Ring-Struktur hat.

Auftrieb

Es ist die Mutter aller Geistesblitze: die Entdeckung des Auftriebsprinzips durch den griechischen Gelehrten Archimedes im 3. Jahrhundert vor Christus. Er soll in der Badewanne sitzend erkannt haben, dass das beim Eintauchen verdrängte Wasservolumen dem Volumen des eingetauchten Körpers entspricht – und dann nackt und „Heureka“ rufend durch Syrakus gelaufen sein. Und diese Anekdote ist nun wirklich zu schön, um sie widerlegen zu wollen.

Evolution

Die Vögel der Galapagos-Inseln waren es, die Charles Darwin 1835 dazu brachten, an Gottes Schöpferkraft zu zweifeln. Warum hatten die dortigen Finken auf jeder Insel unterschiedliche Schnäbel? Und warum waren die Spottdrosseln der Inseln zwar denen des südamerikanischen Festlands ähnlich – aber doch in einigen Merkmalen auffallend anders? Handelte es sich hier um eine Anpassung an die Umweltbedingungen? Aus dieser Frage entstand zwei Jahrzehnte später die Evolutionstheorie.

Ewige Wiederkunft

Noch heute steht am Ufer des Silvaplanersees im schweizerischen Engadin der „Zarathustrastein“. Im August 1881 überfiel den Philosophen Friedrich Nietzsche mitten in der ehrfurchtgebietenden Natur der Gedanke von der ewigen Wiederkunft des Gleichen – aus dem später ein zentrales Element in seinem Buch „Also sprach Zarathustra“ werden sollte.

Bildnachweis: Alamy/Mauritius(3), Stefan Huwiler/Getty Images, Jan-Stefan Knick/EyeEm/Getty Images, Nazarudin Wijee/Getty Images

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