Die passenden Leute zusammenbringen

Stefan Oschmann weiß, was seine Forscher brauchen. „Am Anfang stand eine Idee“, erinnert sich der Vorstandschef der Darmstädter Merck KGaA. Nur eine Handvoll Wissenschaftler tüftelte 2011 am Wirkstoff Avelumab, als Oschmann den Startschuss gab, das vielversprechende Molekül zu einem Krebsmedikament und zum neuen Hoffnungsträger für Deutschlands ältestes Pharmaunternehmen zu entwickeln. „Um schnell und unkonventionell voranzukommen“, so Oschmann, sei es wichtig, „dem Forscherteam seine Unabhängigkeit zu sichern“.

Für die folgenden vorklinischen und klinischen Entwicklungsstudien komme es darauf an, dass „Fachleute aus unterschiedlichen Bereichen zusammenarbeiten und sich gegenseitig inspirieren. Dafür“, erläutert CEO Oschmann, „bringen wir Spitzenwissenschaftler zusammen – Mediziner, Physiker, Biologen, Biochemiker, Ingenieure und Informatiker.“

Für die seit vielen Jahren erste Medikamentenentwicklung aus den eigenen Labors erhielt Merck Ende März die begehrte Zulassung durch die amerikanische Zulassungsbehörde FDA. Bis Ende 2017 soll auch die europäische Behörde EMA ihr Plazet erteilen. Es wäre laut Oschmann ein „fast historisch wichtiges Ereignis“, nachdem der Pharma-und Chemiespezialist zuletzt vor allem durch den Zukauf von Unternehmen wuchs. Mit ersten Umsätzen kann Merck durch die Behandlung von Haut- und Blasenkrebs kalkulieren. Weitere Indikationen sollen sicherstellen, dass Avelumab einen ordentlichen Teil zu den vier Milliarden Euro zusätzlichem Umsatz beisteuert, den Merck bis 2022 generieren will.

Bildnachweis: PR(3)

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