Interview

„Inspirationen, die Mut machen“

Was suchen die Manager auf der Pilgerfahrt in das Tal der disruptiven Geschäftsmodelle? Und noch wichtiger: Was finden Sie dort?
An erster Stelle stehen Inspiration und ein besseres Verständnis dafür, wie „Digital Corporate Natives“ ticken, was sie erfolgreich macht – aber auch den Gründergeist, den Entrepreneurship zu spüren. Im Silicon Valley gibt es ein Umfeld von sehr viel fachlicher Kompetenz in Digitalisierung, durch die enge Zusammenarbeit mit der Stanford University, und enorm viel Risikokapital. Da sitzen Venture Capitalisten räumlich direkt neben Firmen wie Google, Facebook, Apple und finanzieren disruptive Ideen, die die traditionellen Industrien und deren angestammte Geschäftsmodelle verändern werden. Und es herrscht eine Fehlerkultur, die viele Ideen sprießen lässt und ermöglicht, diese sehr schnell am Markt auszuprobieren. Diese Dynamiken zu verstehen, lernt man eben nicht aus Büchern. Im Silicon Valley können etablierte Unternehmen mehr über die Mechanismen und Logiken der Internet- und Plattformökonomie lernen, die dort herrschen, und für sich entdecken, was und wie sich einiges davon in ihre Welt übertragen lässt. Wichtig ist bei so einer Reise auch der Austausch der Unternehmer untereinander. Er zeigt, jeder hat die gleichen Probleme bei dem Übergang von einer Produkt- zu einer Serviceorientierung, bei der Veränderung des Mindsets der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder bei der Positionierung gegen neue Wettbewerber wie Airbnb und Uber, die Services anbieten, ohne auch nur ein einziges Hotel oder Taxi zu besitzen.

Abbildung articles/auf-klassenfahrt-zu-mark-und-elon/michael-pachmajer.jpg

Was gehört zu einer optimalen Vorbereitung?
Ins Silicon Valley fahren jetzt viele gestandene Unternehmer, deren Firmen in den vergangenen Jahrzehnten schon einige Veränderungen erfolgreich mitgemacht haben. Nun müssen sie sich den Herausforderungen der digitalen Transformation stellen, müssen diese managen. Deshalb sollten sie zuhören können, neugierig und grundsätzlich offen sein für alles, was sie dort erwartet. Dazu gehört, die Reise ohne Vorbehalte anzutreten und die Bereitschaft, die gewonnenen Eindrücke und Erkenntnisse aufzusaugen.

Welche Erwartungen sind realistisch?
Man wird dort nicht die Antworten oder Rezepte für die digitale Transformation des eigenen Unternehmens finden. Da lässt sich nichts eins zu eins kopieren. Aber jeder Unternehmer bekommt reichlich Anstöße und Inspirationen, die Mut machen, zuhause sofort mit der eigenen Digitalisierung zu beginnen.

Bildnachweis: PwC

Newsletter abonnieren

Mit dem Newsletter verpassen Sie keine Ausgabe der next: Das Magazin für Vorausdenker

Anmelden
Experten kontaktieren

Sie haben Fragen oder möchten mit einem unserer Experten zu diesem Thema sprechen? Melden Sie sich gerne bei uns.

Kontaktieren
Diesen Beitrag teilen

Hier können Sie den Beitrag über soziale Medien teilen.

Teilen