„Vertrauen gründet auf Leistung und Qualität“

Was ist wichtig, damit ein virtuelles Team gut funktioniert?
Für die Vertrauensbildung müssen die Verantwortlichen die Team­dynamik immer im Blick behalten. Schnelle, gemeinsame Erfolgs­erlebnisse schaffen Gemeinsamkeit und gegenseitiges Vertrauen. Führungskräfte virtueller Teams sollten früh überlegen, welches frühe (Zwischen-)Ergebnis dafür geeignet ist, und dies fest im Auge haben. Dessen Erreichen kann man mit dem Team gut feiern. Auch regelmäßiges Feedback – und sei es in Kurzform – bringt Vertrauen in ein virtuelles Team. Vor allem jüngere Kollegen wollen schnelles Feedback, das auf den Punkt kommt. Das kann man heute auch mobil über Apps realisieren, mit einem einfachen Bewertungssystem.

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Was bedeuten Kommunikationskanäle für die Vertrauensbildung?
E-Mail und Telefon reichen oft nicht aus, damit ein virtuelles Team erfolgreich arbeiten kann. Wenn die Teammitglieder niemals oder wenig persönlich miteinander arbeiten oder sich informell begeg­nen können, sollte man über andere Hilfsmittel versuchen, dieses Manko zu beheben. Der Austausch über unternehmens­eigene Social Business Networks, Facebook-artige Kommunikations­plattformen, kann so ein Instrument sein. Darüber lernt man Teammitglieder und Kollegen kennen, deren Hobbys, Karrieren, Berufsstationen, manchmal auch private Dinge. Das macht Appetit, sich mit den anderen im Team virtuell auszutauschen und zusammenzuarbeiten.

Was bedeutet dieser Wandel für die Führungskultur?
Vertrauen in Mitarbeiter gründet in solchen Strukturen deutlich mehr auf individueller Leistung und Qualität als auf der Dauer der Firmenzugehörigkeit oder dem Status. Auch Diskussionen über Zeitscheiben, in denen ­Aufgaben zu erledigen sind, gehören der Vergangenheit an. Es geht darum, welche Ergebnisse das Team gemeinsam zu einem fixen Termin erbringt. Die Frage, wann einzelne Teammitglieder ihre Arbeit erledigen, ist im Prinzip nicht relevant. Das klingt banal, steht aber im krassen Widerspruch zu eingefahrenen Denkmustern und Führungsstrukturen, die sich immer noch an Präsenzzeiten, an Kapazitätsauslastungen und vorgegebenen Zeitplänen orientieren.

Bildnachweis: Bernhard Lang/GettyImages (4), PwC, PR

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