Interview

„Die Spielregeln akzeptieren“

Zwei von drei Hella-Mitarbeitern arbeiten bereits im Ausland. Wie wichtig ist die Internationalisierung für Ihr Unternehmen?
Hella ist mit der Internationalisierung der Autohersteller ebenfalls internationaler geworden. Wir sind überall dort vertreten, wo un­sere Kunden sind – mit Entwicklungszentren oder Produktions­stätten. Wenn sich ein Automobilhersteller entscheidet, globaler zu werden, erwartet er von seinen Zulieferern, dass diese ihm folgen.

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Sie könnten Ihre Lampen auch exportieren.
Scheinwerfer haben ein beachtliches Packvolumen. Wenn wir die um die halbe Welt schicken müssten, weil ein Hersteller sie bei­spielsweise in seinem Werk in China braucht, hätten wir enorme Transportkosten. Die können wir mit den Produktpreisen kaum wieder hereinholen.

Wie stark drücken die Autohersteller auf die Preise? ​​​​​​​
Preisverhandlungen verlaufen eigentlich immer recht hart. Die Autobauer verlangen heute zusätzlich mehr Innovationen in kürzerer Zeit. Nur dadurch schaffen sie es, sich mit ihren Produkten von der Konkurrenz zu unterscheiden. Das schmälert den Kostendruck für innovative Zulieferer etwas.

Kommen technische Innovationen deshalb meistens zuerst in der Oberklasse zum Einsatz?
Es ist sehr schwierig, die hohen Entwicklungskosten für innovative Produkte einzuspielen, indem man sie zuerst in ein Volumen­modell einbaut, wo der Kostendruck wesentlich höher ist. Wir beobachten aber, dass es heute nicht mehr fünf bis sechs Jahre dauert, bis eine technische Innovation in der Kompaktklasse ankommt, sondern nur noch zwei bis drei.

Die Zulieferbranche beklagt, dass sich immer stärker internetbasierte Angebotsverfahren durchsetzen.
Da müssen auch wir uns anstrengen, damit wir zum Zuge kommen. Der Wettbewerbsdruck in der Branche ist hoch. Doch mit unserer langjährigen Erfahrung in der automobilen Lichttechnik und unseren technologisch führenden Produkten stellen wir uns dem Wettbewerb immer wieder aufs Neue.

Bildnachweis: PR (10)

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