„Wir wollen Brücken schlagen und Türöffner sein“

Warum engagiert sich die PwC-Stiftung neuerdings neben Kulturbildung auch für das Thema Wirtschaftsbildung?
Das ist für uns ein wichtiger Brückenschlag. Wir bleiben bei der Kultur und fügen die Wirtschaft hinzu. Das tun wir auf zwei Feldern: Extern schauen wir uns um, wo es Bildungsbedarfe gibt, zu deren Erfüllung wir einen Beitrag leisten können. Und da haben wir speziell den Bereich „werteorientiertes Wirtschaften“ identifiziert. Eine Kernkompetenz von PwC liegt im Bereich der kapitalmarktorientierten Informationen, also im Zentrum der Wirtschaft. Dies führt uns zum internen Aspekt des Programms: Mit dem Engagement im Bereich Wirtschaftsbildung bringen wir die Stiftung und den Stifter, die PwC AG, näher zusammen. Dazu ist auch denkbar, dass wir PwC-Mitarbeiter in Projekten als Scouts für die Teilnehmer am Programm „Wirtschafts.Forscher!“ einsetzen. Ich glaube, dass das Ergebnis eine gute Erfahrung, ein Wert für alle Beteiligten sein kann.

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Was ist das Ziel des neuen Programms „Wirtschafts.Forscher!“ an Schulen?
Wir möchten einen Beitrag dazu leisten, ein werteorientiertes Wirtschaften in den Köpfen von Kindern und Jugendlichen zu verankern. Wir sehen uns in der Rolle des Türöffners: Bei dem Programm handelt es sich um ein Modellprojekt, mit dem wir viele andere animieren möchten, uns nachzueifern oder mitzumachen. Wir wollen die Diskussion über Wirtschaft und Werte entmystifizieren, die Komplexität dieses Themas reduzieren und es damit für Kinder und Jugendliche zugänglicher machen. Das Thema ist zudem hochaktuell angesichts der bestehenden Konflikte innerhalb der Gesellschaft. Und es wird noch an Relevanz zulegen, ein Stichwort hierzu: Zukunft der Arbeit.

Warum ist frühe Bildung im Bereich Wirtschaft wichtig für unsere Gesellschaft?
Das lässt sich mit einer bekannten Einsicht einfach begründen: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.“ Die damit angesprochene Prädisposition von Kindern mit ihrer Neugier und Begeisterungsfähigkeit wird oft unterschätzt, erst recht im Bereich Wirtschaft. Wenn es uns mit dem neuen Programm gelingt, bestimmte wirtschaftliche Fragestellungen schon früh in altersgerechten Portionen darzustellen und die Kinder und Jugendlichen sich damit beschäftigen zu lassen, leisten wir einen Beitrag zu einem unverkrampften und selbstverständlichen Umgang mit Themen aus der Wirtschaft im späteren Erwachsenenalter. Wirtschaft und ihre Wirkungsmechanismen bleiben nicht als abstrakter Fremdkörper außerhalb der eigenen Welt. Wir wollen helfen, dass der Mensch Subjekt und nicht Objekt ist. Das Lernen einer Fremdsprache muss ja auch früh trainiert werden. Je später man sich den Themen nähert, desto unbehaglicher wird es doch.

Bildnachweis: Frank Rumpenhorst (10), PR (2)

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