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Kernkriterium Innovation

Schick für höchste Ansprüche: Beim 6er Coupé und Cabrio wollte BMW auch im Innenraum keine Kundenwünsche unbefriedigt lassen. Die Oberfläche der Mittelkonsole für Audio- und Klimaanlage glänzt vornehm in Schwarz. Das Display für das Bediensystem iDrive bekam eine schmale Chromfassung. LED-Lämpchen leuchten Fußräume und Türausstiege gleichmäßig aus. Und neben der serienmäßigen Lederausstattung können Kunden auch zweifarbige Sitze wählen, so in Elfenbeinweiß/Schwarz oder Cognac/Schwarz.

Entwickelt wurden die Module für die Innenausstattung freilich nicht beim Münchner Autobauer, sondern bei der Bertrandt AG im baden-württembergischen Ehningen (Umsatz 2014/15: 935 Millionen Euro, 12.400 Beschäftigte). An 47 Standorten in Europa, den USA und Asien entwickelt und validiert der Engineering-Partner Teile und Module für nahezu alle euro­päischen Hersteller. Spezialisten wie Bertrandt profitieren von der zunehmenden Verlagerung der Wertschöpfung von den Autobauern hin zu ihren Lieferanten. Denn neben dem Outsourcing der benötigten Teile delegieren die Hersteller auch immer mehr Entwicklungsaufgaben an Zulieferer. Nach Branchenschätzungen wird sich der Anteil dieser Dienstleister an der weltweiten Entwicklungswertschöpfung von derzeit neun Prozent bis 2025 auf 17 Prozent nahezu verdoppeln.

„Die Modell- und Variantenvielfalt, kombiniert mit einem hohen technologischen Anspruch rund um die Trends umweltfreund­liches Fahren, Sicherheit, Komfort und Vernetzung, setzt sich fort“, erklärt Bertrandt-Vorstandschef Dietmar Bichler. Wegen der daraus resultierenden Fülle an Entwicklungsaufgaben „greift die Automobilindustrie auf strategische Engineering-Partner zurück“. So kommt eben auch BMW nicht umhin, „aus Kapazitätsgründen mitunter Forschungs- und Entwicklungsleistung in genau definierten Umfängen auszugliedern“, bestätigt BMW-Einkaufs­vorstand Klaus Draeger.

Entscheidend ist für den Münchner Autobauer, dass das Angebot des Zulieferers nicht nur in puncto Qualität, Preis und Flexibilität passt. „Ein Kernkriterium ist die Fähigkeit, uns Innovationen zur Verfügung zu stellen“, so Draeger. Da hat Bertrandt beim 6er-BMW offenbar vieles richtig gemacht. Der Zulieferer bekam nach Coupé und Cabrio zusätzlich den Auftrag, das Interieur für das 6er Gran Coupé zu konzipieren.

Bildnachweis: PR (10)

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