Interview

„Voneinander lernen"

Was sind die wichtigsten Voraussetzungen für die Konzeption einer smarten Stadt?
Zwei Dinge sind elementar für das Treffen der richtigen Entscheidungen: Erstens die Entwicklung einer digitalen Strategie auf der Basis einer Bestandsaufnahme bereits durchgeführter Digitalisierungsprojekte. Und zweitens die Feststellung des Istzustands der Kommune. Der Antrieb der Kommune und damit auch der Startschuss zu Veränderungsprozessen und Projekten sollte Chefsache sein. Weiter ist es wichtig, das Silo-Denken einzelner Fachbereiche aufzubrechen, um so die Öffnung für Neues zu schaffen sowie die Nutzung von Synergieeffekten. Die Grundvoraussetzung für den digitalen Wandel ist die Breitbandversorgung. Die Experten sind sich einig, dass die Zukunft der Glasfaser gehört. Angesichts des rasant gestiegenen Bedarfs an Datenvolumen bei Bürgern und Unternehmen ist der Glasfaserausbau die Voraussetzung für die zukünftige Leistungsfähigkeit der kommunalen Infrastruktur.

Was ist der Mittelpunkt einer smarten Stadt?
Im Mittelpunkt sollte der Bürger stehen. Online-Bürgerservices müssen nutzerorientiert und benutzerfreundlich sein. Weite Teile der Bevölkerung nutzen bereits rege die neuen digitalen Möglichkeiten. Bürger fordern Mitbestimmung und Transparenz, dabei wollen sie nicht nur den Bürgerhaushalt mitentscheiden, sondern auch bei verschiedenen anderen Projekten, wie Infrastrukturmaßnahmen, beteiligt sein.

Wie profitieren Kommunen von Smart-City-Konzepten?
Bereits entwickelte Systeme und Online-Beteiligungen können von vielen verschiedenen Kommunen genutzt werden. Zum Beispiel ist es nicht notwendig, dass jede Kommune ihr eigenes Verwaltungssystem entwickelt. Vielmehr können die Kommunen voneinander lernen und durch „Systemsharing“ Syneergieeffekte generieren. Das Gleiche gilt für Kooperationen mit Unternehmen, Bürgern oder Hochschulen.

Bildnachweis: Andrew Rich/GettyImages, Moment RF/GettyImages, mauritius images/alamy, Daimler, Westend61/GettyImages, Fraunhofer, Benjamin Beytekin/picture-alliance, Oberhäuser/Caro, PwC (3)

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