In den Kinderschuhen

Mobiles Bezahlen ist eines der großen Zukunfts­geschäfte: Die Erlöse aus Mobile-Payment-Transaktionen steigen nach Einschätzung von PwC-Experten von rund 7,5 Millionen Euro im Business-to-Consumer-Segment auf mehr als eine Milliarde Euro im Jahr 2020. Auch mit Angeboten für Geschäftskunden eröffnet sich Anbietern mobiler Bezahlsysteme in den kommenden Jahren in Deutschland ein immenses Marktpotenzial. Die Umsätze in diesem Segment werden bis 2020 um 150 Prozent jährlich zulegen, so die aktuelle PwC-Studie „Mobile Payment in Deutschland 2020“.

Das Markt- und Transaktionsvolumen wird dann eine Größenordnung von 500 Millionen Euro erreichen und sich in der Größenordnung des Endkundensegments bewegen. Während auf der einen Seite die Kundenbasis für mobile Bezahlsysteme bis dahin von heute knapp 200.000 auf mehr als elf Millionen Endverbraucher in Deutschland steigen dürfte, durchlaufen auf der anderen Seite die rund 80 Anbieter einen Konsolidierungsprozess, an dessen Ende nur drei bis fünf Unternehmen übrig bleiben könnten.

Eines der bemerkenswertesten Ergebnisse der Studie: Mobile Bezahlangebote im B2B-Bereich stecken noch in den Kinderschuhen. Bislang hat sich noch kein Anbieter auf eine reine B2B-Lösung spezialisiert. Das wiederum eröffnet die Chance für Start-ups, schnell eine funktionsfähige und leicht zu bedienende mobile Bezahl-App für Geschäftskunden auf den Markt zu bringen, so Nikolas Beutin, PwC-Partner und Experte für Mobile Payment. „Momentan ist kein einziger Anbieter von Mobile-Payment-Lösungen in Sicht, der eine für das B2B-Segment ausgereifte Anwendung bereithält.“ Die PwC-Analyse zeigt, dass sich insbesondere Industrie- und Automobilersatzteile, Elektronikkomponenten und Baustoffe für den Einkauf über mobile Bezahlwege eignen.

Um sich in diesem wettbewerbsintensiven Umfeld durchzusetzen, müssen Anbieter sichere und vertrauenswürdige Angebote entwickeln, die in einem virtuellen Geldbeutel zusammengefasst werden können. Darin verwaltet werden auch Coupons, Tickets, Ausweise, Bonuskarten sowie Mehrwert- und Premiumdienste im Sinne von langfristiger Kundenbindung.

Bildnachweis: Mecky/GettyImages, Floortje/GettyImages, Commerzbank, Roy Scott/GettyImages, PwC

Newsletter abonnieren

Mit dem Newsletter verpassen Sie keine Ausgabe der next: Das Magazin für Vorausdenker

Anmelden
Feedback

Sie möchten uns Feedback zu diesem Beitrag geben? Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung.

Feedback
Diesen Beitrag teilen

Hier können Sie den Beitrag über soziale Medien teilen.

Teilen