Liebe Leserinnen
und Leser

Fließband an Produktionsagent: „Ich liefere heute Bremsen und habe noch 750 Stück im Bestand; morgen werde ich wegen Wartungsarbeiten acht Stunden lang pausieren.“ So in etwa könnte sich die Kommunikation der Produktionsanlage mit ihrem digitalen Zwilling im Grazer Werk von Magna Steyr gestalten. Der globale Automobilzulieferer arbeitet mit großem Erfolg an der intelligenten Fabrik der Zukunft. Deshalb wird dort jede Maschine von einem digitalen Zwilling repräsentiert, die in Echtzeit Informationen austauschen. Der digitale Zwilling ist eine von vielen Facetten der digitalen Fabrik, über die auch bei der diesjährigen Hannover Messe, der Weltmesse für Industrie, wieder viel Neues zu erfahren sein wird.

Auch diese Sonderausgabe der next:digital richtet den Fokus auf die digitale Fabrik: Exklusive Einblicke in die Smart Factories von Fujitsu, Wittenstein und Magna Steyr zeigen detailliert, wie die Mensch-Maschine-Algorithmus-Interaktion schon heute aussieht.

Was wir in Zukunft noch zu erwarten haben, darüber gibt die pünktlich zur Hannover Messe erschienene Studie „Digital Factories 2020 – Shaping the future of manufacturing“ Aufschluss. So viel sei an dieser Stelle schon verraten: 90 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass Industrie 4.0 und die Digitalisierung für ihr Geschäft mehr Chancen als Risiken bieten.

Dazu muss das Thema aber von Unternehmen, Wissenschaftlern, Politikern und der Gesellschaft als Ganzem gemeinsam und aktiv gestaltet werden. Nutzen wir also die bevorstehende Hannover Messe zum intensiven Austausch, um diese Chancen für den Produktionsstandort Europa bestmöglich zu nutzen. Ich freue mich, wenn Sie in der Sonderausgabe der next:digital spannende Anregungen dafür entdecken.

Viel Spaß bei der Lektüre!

Norbert Winkeljohann