Das Management-Modewort „Agilität“ hat seinen Ursprung in einem Treffen im Ski-Resort „The Lodge“ in den Wasatch Mountains im US-Bundesstaat Utah. 17 Computerexperten, nach eigener Aussage „Organisations-Anarchisten“, suchten dort im Februar 2001 eine Alternative zur damals schwerfälligen, nach festen Regeln ablaufenden und gut dokumentierten Software-Entwicklung. Ergebnis war das „Agile Manifesto“, in dem sie ungefähren Konsens und irgendwie Funktionieren höher einstuften als Perfektion und Regeltreue. Laut diesem Manifest zählen „Individuen und Interaktionen mehr als Prozesse und Werkzeuge, funktionierende Software mehr als umfassende Dokumentation, Zusammenarbeit mit dem Kunden mehr als Vertragsverhandlung, Reagieren auf Veränderung mehr als das Befolgen eines Plans.“

Was damals noch ein wenig so klang, als hätten anarchistische Chaoten ihrem Treiben einen positiven Begriff verpasst, wurde im Zuge der Digitalisierung (und des Generationenwechsels in den Unternehmen) zu einem Modebegriff. Heute bedeutet Agilität vor allem, sich schnell und flexibel an neue Bedingungen anpassen zu können. Komplexität muss weder bewältigt noch verstanden werden, sondern nur irgendwie berücksichtigt. Im Change-Alltag der Unternehmen ist „agil“ eine der meistverwendeten Vokabeln.

Link zum Agile Manifesto